Die Wortneubildung „Glokal“  bezeichnet ganz allgemein die Verbindung und das Nebeneinander von  Globalisierungsprozessen verschiedener Dimensionen. „Glokal“ beschreibt im Besonderen, dass die Einheit von globalem Denken und lokalem Handeln ein charakteristischer Trend unserer Zeit ist. Diesem Trend folgt u.a. auch die ortsbasierte, lokale Nutzung  von Social Media Werkzeugen über mobile Endgeräte. Wichtige Social Media Werkzeuge sind zum Beispiel Wikis, Blogs oder Soziale Netze. Bei deren mobilem Einsatz werden zusätzlich innovative, moderne Technologien, wie die Ortsfeststellung der Location Based Services oder die Bilderkennung genutzt. Der „glokale“ Gebrauch der Tools führt zu einer  der steigenden virtuellen und sozialen Vernetzung innerhalb der potenziellen Zielgruppen. Als eine für Marketeers bemerkenswerte Folge tritt nunmehr ein neuer Nutzertypus in Erscheinung: der LoMoSo (Lokal-Mobil-Sozial)- Kunde. Er kauft zwar vorwiegend lokal, d.h. in seiner Stadt oder in seinem Wohngebiet ein. Er richtet  aber seinen lokalen Konsum an Transparenz im globalen Netzwerk, an Empfehlungen von Online Kontakten und an überlokal verfügbaren Informationen,  z.B. Produktbewertungen in Weblogs, aus.  Für erstaunlich viele Mitglieder den Zielgruppen „Generation Y“ oder „Digital Natives“  sind in diesem Zusammenhang Datenschutzfragen eher von untergeordneter Bedeutung. Als Gegenleistung für die freigiebige Herausgabe von persönlichen Standortinformationen oder Profilen erwarten sie eine adäquate Gegenleistungen: Kostenlose kontextbezogene  Unterhaltung, Kommunikation oder Produktinformation. Das bedeutet, diese neuen LoMoSo -User betrachteten persönliche Daten als Ware in einem Tauschhandel und ihr virtuelles Profil als digitale Identität, die ihnen den Zugriff auf bestimmte Gegenwerte verschaffen. Medienbrüche durch die möglicherweise sogar gleichzeitige Nutzung von Smartphone, Tablet-Computer, Desktop-Rechner und Fernsehgerät sind für den LoMoSo-User nicht mehr relevant. Das mobile Endgerät überbrückt die bisherigen Grenzen zwischen den Kommunikationskanälen. Nach (Häberle, 2011) wird es zudem immer wichtiger, Inhalte an einer „Consumer Journey“ auszurichten, die zunehmend mobil fokussiert ist.

Bereits vor 16 Jahren konstatierte der amerikanische Science Fiction Autor Gregory Benford mit möglicherweise vorausschauendem Blick auf die mobilen Kommunikationstechnologien: „Any technology distinguishable  from magic is insufficiently „advanced” (Benford, 2006). Dieser etwas poetische Anspruch könnte sich nicht nur auf die mittlerer weile hoch entwickelten mobilen Endgeräte, wie Smartphone oder Tablets, richten, sondern in besonderem Maße auch auf die Anwendungs-programme, welche auf ihnen ausgeführt werden. Seit einiger Zeit hat sich für diese mobilen, installierbaren und gekapselten Programme, engl.  Mobile Application Software, das Wort App eingebürgert. Im Sprachgebrauch sind damit, meist mobile, Anwendungen für Smartphones und Tablet-Computer gemeint. 2012 haben deutsche User 1,7 Milliarden Apps geladen (BITKOM, 2013). Hierbei sind wiederum die so genannten Service-Apps besonders beliebt. In den Download-Hitlisten stehen Apps für Nachrichten, Straßenverkehr, Soziale Netzwerke, Messaging und Spiele ganz vorn. Interessant ist, dass 80% der geladen Apps letztlich nicht genutzt werden und dass 95% der dann tatsächlich eingesetzten Apps nach etwa 30 Tagen vom Nutzer wieder vergessen werden (Van Eimeren & Frees, 2012). Wie ist nun die Korrelation zwischen mobiler Kommunikation, App- & Social Media Nutzung? Innerhalb nur eines Jahres stieg beispielsweise die mobile Benutzung sozialer Netze um 44% und die regelmäßige, tägliche mobile Social Media-Nutzung in Europa um 67%. an. Zudem erhöhte sich die Zahl der Nutzer mobiler Social Media Apps im gleichen Zeitraum um 100% auf 24 Millionen. So stieg die mobile Nutzung von Twitter um 115% oder die von LinkedIn um 134% (Shaw, 2011). Das Soziale Netz facebook ist besonders auf mobile Szenarien fokussiert, denn Mark Zuckerberg selbst äußerte: „Wir sind bei Mobilgeräten  tatsächlich weit besser positioniert, als wir es auf dem Desktop waren“ (Rubrik Gehört, 2012). Gegenwärtig 750 Millionen mobile facebook-Kunden scheinen dies zu bestätigen. Zudem werden bereits 30% der facebook-Werbeumsätze mobil generiert. Seit Mitte letzten Jahres hat facebook damit angefangen, die mobilen Apps mit Werbung zu finanzieren. Pro Monat greifen inzwischen 751 Millionen User von mobilen Endgeräten aus auf facebook zu– das sind 54% mehr,  als noch vor einem Jahr (Vossen, 2013). Die technische Qualität mobiler Sozialer Netze ist recht unterschiedlich. Wichtige anwendbare Bewertungskriterien sind hier: Funktionieren Share-Links mobil auf den verschiedenen mobilen Geräten? Sind die Seiten und Apps für „Mobil“ optimiert und passen sich Design und Inhalte auf der Grundlage des „Responsive Webdesign“ automatisch dem Gerät an? Unter Anwendung dieser Kriterien schneidet Twitter vor facebook und XING am Besten ab (Brinkmann, 2011). Als Besonderheit der Social Media-Nutzung mobiler Endgeräte haben Untersuchungen weiterhin bestätigt, dass hier die Nutzeraktivierung im jeweiligen situativen Kontext besonders hoch ist. Häufig erzeugte Inhalte aktivierter Nutzer sind dabei hochgeladene Produktbilder, Kommentare in jeglicher Form oder Ortsangaben. Die Nutzer erschaffen damit umfangreiche Inhalte im mobilen und sozialen Kontext. Für Unternehmen, die z.B. mobiles Social Media Marketing betreiben, ist dies vorteilhaft, denn der User Created Content kann durch Werbung zusätzlich monetarisiert werden. Außerdem verbessert sich damit auch die  Unabhängigkeit von kommerziellen Inhaltslieferanten. Zudem ist die damit verbundenen Nutzerbindung hilfreich, denn loyale Nutzer erzeugen öfters passenden Inhalt. Nachteilig ist der erhöhte Kontroll- und Administrationsaufwand, denn Nutzer-Inhalte sind natürlich auf Compliance und Qualität zu prüfen (Matthies, 2011).

 

Mobile Social Media ist für Unternehmen in unterschiedlichen Bereichen einsetzbar:  Die Nutzung für die Unternehmenskommunikation ermöglicht beispielsweise die Verwertung kontextsensitiver Daten, z.B. ortsbezogener Informationen, für den Aussendienst oder auch den mobilen Zugriff auf Unternehmenssysteme. Unternehmensinterne Kommunikation ist als weiterer Einsatzbereich aktuell. Besonders große Bedeutung hat für Unternehmen  jedoch der Einsatz von Mobile Social Media im Marketing.

 

Social Media Marketing ist Empfehlungsmarketing und konzentriert sich auf die aktive und passive Nutzung der bekannten Social Media Werkzeuge. Sie unterstützen den Beziehungsaufbau und die Kommunikation in einem sozialen Kontext und orientieren sich an spezifischen Prinzipien wie Selbstorganisation, Social Feedback, Verknüpfung von Inhalten und Transparenz von Personen, Beziehungen, Inhalten und Bewertungen. Der Prozess des Social Media Marketings wird unterstützt durch die Social Media Optimisation (SMO). Seit einiger Zeit hat sich SMO als effizienter und zielführender Ansatz für Strategien, Instrumente und Maßnahmen etabliert, die es Unternehmen ermöglichen, authentischer Teil der Kommunikation am Zielmarkt zu werden. Die SMO hat ihre Wurzeln im viralen Marketing. Dem Optimierungsziel, möglichst viele im Sinne des Unternehmens positiv besetzte Online-Kundenkontakte bei minimalen Kosten zu knüpfen, dienen drei in einer Schleife wiederholt zu durchlaufende Einzelschritte: Zunächst geht es darum, dass das betreffende Unternehmen mit seiner Kommunikation Teil der Online-Community am Zielmarkt wird. Der darauffolgende zweite Schritt zielt auf die Verbindung betrieblicher Kommunikations- und Marketingstrategien mit Social Software-Applikationen, wie sozialen Netzen. Im finalen dritten Schritt werden die Optimierungsergebnisse aus den Schritten eins und zwei anhand der Zielerreichung geprüft, entsprechende an erreichte Ergebnisse angepasste Reaktionen ausgelöst, und es wird, im Sinne einer Rückkopplung,  iterativ wieder zum ersten Schritt gesprungen, um die Schleife erneut zu durchlaufen (Leisenberg & Roebers, 2010).

 

Die mobile Nutzung der Social Media Werkzeuge unterstützt die SMO in besonderer Weise.  So wird es Unternehmen im ersten SMO-Schritt aufgrund der bereits erwähnten hohen Nutzeraktivierung möglich, eine nachhaltig Präsenz in den mobilen Communities zu erlangen und mit unternehmens- oder produktspezifischen Themen positiv zu besetzen. Dies kann insbesondere unter strategischer Ausnutzung des latenten Missverhältnisses von tatsächlichen mobilen Web-Content-Produzenten und –Konsumenten geschehen. Durch Unternehmen oder Produkteigenschaften stark motivierte aktive Nutzer erhalten „Medienmacht“ und werden damit viral wirksam. Als interessantes Beispiel wäre hier das mobile Bewertungsportal „barcoo“ zu nennen.  Im zweiten SMO-Schritt geht es darum, die Zielgruppe effektiv in mobile Kommunikation und Marketing zu integrieren. Hier bietet die Ortsfeststellung  kombiniert mit einem profilbasierten Targeting, wie es facebook- „Places“  ermöglicht, interessante Chancen für Unternehmen.

 

Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass die Kombination von Mobil + Lokal + Sozial einen wichtigen Zukunftstrend darstellt. Der erreichte hohe Entwicklungsstand mobiler Technologien sowie die starke Durchdringung potenzieller Zielgruppen mit diesen Technologien und mobilen Social Media Anwendungen eröffnen wichtige neue Chancen für das Marketing.

Zur Vertiefung empfehle ich das Seminar von Prof. Manfred Leisenberg.

 

Literaturverzeichnis

Benford, G. (2006). Der Aufstieg der Foundation. München: Heyne.

BITKOM. (26. 03 2013). Rekord bei App-Downloads. Abgerufen am 16. 05 2013 von BITKOM Presse: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_75628.aspx

Brinkmann, A. (4 2011). Schulnoten für soziale Netzwerke im mobilen Internet. Mobile Zeitgeist SPECIAL , S. 21.

Häberle, E. (21. 7 2011). Die LoMoSos kommen. Internetworld Business .

Leisenberg, M., & Roebers, F. (2010). Web 2.0 im Unternehmen. Theorie & Praxis – Ein Kursbuch für Führungskräfte . Hamburg: Tredition.

Matthies, R. (4 2011). Pro und Contra der Integration von Mobile User Generated Content und Services. Mobile Zeitgeist SPECIAL , S. 6.

o.V. (2012). Rubrik Gehört. Internet World Business (23), S. 46.

Shaw, M. (8 2011). The Power of Like. Abgerufen am 2013. 5 26 von conScore insights: http://www.comscore.com/

Van Eimeren, B., & Frees, B. (8 2012). 76 Prozent der Deutschen online – neue Nutzungssituationen durch mobile Endgeräte. Media Perspektiven (7-8), S. 362.

Vossen, R. (02. 05 2013). Quartalszahlen: Facebook hat nun 750 Millionen mobile User. Abgerufen am 26. 05 2013 von BASIC thinking: http://www.basicthinking.de/blog/2013/05/02/quartalszahlen-facebook-hat-nun-750-millionen-mobile-user/

 

 

 

SEO-united.de stellte vor einigen Tagen fest, der „SEO-Goldrausch“ sei nun vorbei.

Alex Sczakiel sagt da, daß einerseits die On-the-Page-Optimierung heute oftmals bereits durch professionelles Webdesign auf der Basis von Content Management Systemen erledigt wird. Da gäbe es nicht mehr viel zu tun. Dem stimme ich voll zu. Andererseits – Off-the-Page-Optimierung würde, so Sczakiel, quasi durch Social Media Optimization übernommen. Das sehe ich genauso – aber hier wird’s sehrs interessant: Ich bin froh, dass  die Diskussion um das Verhältnis von Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media Optimization (SMO) an so prominenter Stelle ein weiteres Mal aufgegriffen wurde. Diesmal sachlich und ohne gegenseitige Beschimpfungen! Zur Erinnerung: Wir hatten bereits Ende 2007 mit einem inhaltlich ähnlich gelagerten, stark polarisierenden  Interview für die Wirtschaftswoche, die Diskusssion zum Thema SEO vs. SMO angefacht. Damals schlug uns von Ayom bis Abakus emotional gefärbte Ablehnung entgegen. Sachliche Argumente, die die steigende Bedeutung von SMO widerlegt hätten, gab es kaum. Allerdings, weitsichtige Fachleute, wie der  PR-Blogger Klaus Eck, griffen bereits damals das Thema auf.

Hierzu nochmals einige Gedanken zu Thema Das  Verhältnis von SEO zu SMO, je nachdem wie es gesehen wird, drückt  nicht die Überlegenheit des einen Verfahrens gegenüber dem anderen aus. Die Relation ist beim gegenwärtigen Stand der noch nicht abgeschlossenen wissenschaftlichen Diskussion doch eher Ausdruck unterschiedlicher Perspektiven. Meine gegenwärtige Perspektive ist geprägt von der Annahme, dass Kommunikation in einem großen Netzwerk zunächst als sozialer Prozess aufzufassen ist. Zu Zwecken des Online – Marketing ist dieser Prozess auf ein bestimmtes Kommunikationsziel hin zu optimieren. Diese Optimierung unterliegt unterschiedlichsten Einflüssen – von denen manche z.B.  durch die Optimierungsregeln nach Bhargava andere wiederum nach den Regeln der SEO beeinflussbar sind.  Wichtig ist, dass sie gemeinsam auf den Prozess einwirken.

Ich meine dass SMO starke Auswirkungen auf SEO hat. Dies zeigt die  Vernetztheit der Abläufe. SEO hat ebenso Rückwirkungen auf SMO: SERPs können per Mashup in Social Network- Portalen erscheinen und darüber den sozialen Prozess beeinflussen.
Zur Frage „SEO- Ende des Goldrauschs“: SEO durchlief eine Reihe von Entwicklungsschritten, die ihrerseits eng an die technische Entwicklung der Suchmaschinen  und die algorithmische Evolution der Verfahren gekoppelt waren. Und ich meine, dass wir hier nunmehr einen Zwischenschritt erreicht haben, der im Sinne  der  „Negation der Negation“ eine neue Qualität hervorbringen muss. Also – einfach ausgedrückt – ich meine „Ende“ muss nicht „Schluss“  heissen, sondern „Abschluss“ vor dem nächsten Schritt.
Worin könnte also der nächste Schritt der SEO- Entwicklung bestehen? Lasst mich nur einen einzigen wichtigen Gesichtspunkt beleuchten: Gegenwärtige implementierte Algorithmen berücksichtigen m.E. die Semantik nur eingeschränkt. Trotz langjähriger Forschungen ist es nicht gelungen, praktikable Verfahren bereitzustellen. Einerseits mangelt es an handhabbaren Ontologien andererseits an entsprechenden Modellen. Neueste Entwicklungen aus dem WEB 2.o scheinen aber zu interessanten Lösungen zu führen. Über das Tagging verbinden User ihre eigene Semantik mit Objekten. Der soziale Prozess führt dann u.a. zur Herausbildung von Folksonomies. Diese Folksonomies kombiniert mit algorithmischer Suche können in der Tat zu einer Form der semantischen Suche führen. Denken wir nur daran, dass Audio- und Video- Inhalte m.E. nur durch Metadaten, z.B. Tags, beschreibbar sind. Die momentan noch eingeschränkte Nutzung von Tagging und Social Bookmarking, insbesondere im europäischen Bereich, ändert nichts am Prinzip.
Ist SMO geeignet ist, Verkäufe zu generieren? –  Es liegen empirische Ergebnisse vor, die bestätigen, dass SMO  durchaus Käuferverhalten beeinflusst. Denken wir doch beispielsweie an die Rezensionen bei Amazon – ein klassisches Beispiel dafür, dass mit SMO (hier Aufbau von Digital Reputation) der Verkauf beeinflusst wird.
Ist es für Unternehmen weiterhin wichtig, bei Google oben zu stehen? Natürlich – Aber: Zweifellos generiert SMO  zusätzlichen Traffic für Portale. Die  Volumina dieser zusätzlichen Datenaufkommen  steigen seit einiger Zeit und werden sich auch in Zukunft weiter erhöhen. Doch eine Verlagerung der Online- Marketing- Aufwände von SEO hin zu SMO wird stattfinden. Daher wird es für Unternehmen immer weniger wichtig ……. hauptsächlich oder allein  in die Suchmaschinenpositionierung zu investieren. Eine Verschiebung der Budgets hin zu Social Media Marketing zeichnet sich ab. Dass die Suchmaschinenposition dennoch außerordentlich wichtig bleibt, versteht sich von selbst.
Screenshot von socialtext.net

Screenshot von socialtext.net

Bücher schreibt man nicht mehr im stillen Kämmerlein! Schon gar nicht, wenn zwei Autoren den Text gemeinsam verfassen und zusätzlich mehrere Studenten zuarbeiten. Neben Face-to-Face-Meetings, die natürlich immer viel Spaß gebracht haben, benötigten wir ein Web-basiertes Groupware- Tool, also eine geeignete Anwendung der rechnerbasierten Gruppenarbeit, um die Inhalte des Buches zusammenzubringen, zu überarbeiten und miteinander in Verbindung zu bleiben. Denn, zwar arbeiten wir beide in Bielefeld und das gar nicht so weit voneinander entfernt. Doch war die Zeit  für Meetings immer knapp. Daher brauchten wir technische Unterstützung.

Wir versuchten es zunächst mit Google Docs. Die Anwendung unterstützt Zusammenarbeit recht gut. Doch als die Dokumente größer wurden, schien das System nicht mehr zuverlässig zu arbeiten. Unnötig zu sagen, dass die Formatierungsmöglichkeiten nicht ausreichten.

Über fast die ganze Dauer des Schreibens hinweg setzten wir schließlich ein Wiki- System ein: Socialtext. Socialtext unterstützte die Gruppenarbeit, auch für ein Team mit mehr als zwei Personen hervorragend.  Allerdings war auch hier die Grösse der Texte ein Problem. Daher entschieden wir, für jedes einzelne Kapitel einen Wiki- Eintrag anzulegen.  Socialtext hat einen rudimentären Editor und unterstützt die Nachverfolgung von Änderungen sehr effizient.  Allerdings war das Zusammenfügen von Dokumenten und auch das druckreife Formatieren nicht einfach.

Daher gingen wir kurz vor der Fertigstellung des Buches wieder zu WORD in der aktuellen Variante zurück um das finale Dokument zu erstellen. Sehr gut hat uns an der aktuellen WORD- Version die automatische Erstellung des Inhalts- und des Quellenverzeichnisses gefallen. Allerdings: Versionskontrolle bei Zusammenarbeit bleibt schwierig. Zudem müssen die Dokumente per Email ausgetauscht werden.

An Ende ist ein 300- seitiges Werk herausgekommen, von dem wir hoffen, dass es den Lesern auch bezüglich der typografischen Gestaltung gefällt.