Hörbuch mit Prof. Leisenberg Hörprobe

 

Was hat das Web 2.0 mit Woodstock und den “Achtundsechzigern” zu tun? Dieser Frage geht Prof. Leisenberg seit Jahren in der Forschung nach: Flower-Power im sozialen Internet?

Aber auch: Warum trifft die soziale Vernetzung von Kunden und Mitarbeitern jetzt auch Großkonzerne, die darauf nie vorbereitet waren, mit voller Wucht? Wieso dürfen “selbst ernannte wohlmeinende Diktatoren auf Lebenszeit” ausgerechnet in der digitalen Avantgarde der Unternehmen den Ton angeben? Welche Erfahrungen hat ein Mittelständler gemacht, der die Anwendung der Web-2.0-Tools schon seit sechs Jahren auf die Spitze treibt? Das sind weitere Themen, die Frank Roebers und Manfred Leisenberg in Ihrem letzten Buch “Web 2.0 für Unternehmen” behandeln.

Der Hamburger Journalist Oliver Driesen hat nun im Auftrag der Bertelsmann- Stiftung gemeinsam mit Frank Roebers und Prof. Leisenberg die Grundaussagen des Standardwerkes “Web 2.0 für Unternehmen”, zum Teil in Form von Interviews in ein bemerkenswertes Hörbuch umgesetzt. Zusätzlich Unterstützung kam von den Studierenden der Business Summer School der Bertelsmann Stiftung.

Das Ergebnis kann sich hören lassen: Eine sehr gut gelungene Zusammenfassung der wichtigsten Möglichkeiten und Ziele von Enterprise 2.0, angereichert durch ausgezeichnet dokumentierte Praxisbeispiele. Zudem nimmt die Auseinandersetzung mit der These, dass das Web 2.0 seine Wurzeln in der 68er Counterculture hat breiten Raum ein.

Liz Mohn schreibt in Ihrem Vorwort zum Hörbuch: “…Meinungen zu Chancen und Risiken neuer Technologien sind und bleiben naturgemaeß gespalten – das war in der Vergangenheit so und wird auch in der Zukunft so sein. Trotzdem sind viele der Entwicklungen unumkehrbar. Tatsache ist, dass sich diese Welt in der Menschen heute leben und arbeiten, bereits verändert hat. Die Beispiele im Hörbuch zeugen davon, in welchem Umfang und mit welchen Optionen neue Technologien genutzt werden können. Sie zeigen auf, dass Einführung und Umsetzung einen verantwortungsvollen Umgang auf allen Ebenen brauchen. Zu recht wird auch darauf verwiesen, dass mit den Social Media neue Macht- und Kontrollverhältnisse Einzug in Wirtschaft und Gesellschaft halten.”
 
Hörbuch Prof. Leisenberg
 

 

Das Internet und Enterprise 2.0 verändern die Art, wie Mitarbeiter in den Unternehmen miteinander kommunizieren und wie wir arbeiten. in einem Video-Interview für T- Systems äusserte sich Prof. Leisenberg jüngst zu dieser Problematik:
Prof. Leisenberg im Telekom- Interview

(Zum Start des Videos Bild einfach anklicken.)

Hierzu schreiben T-Systems auf ihrem Portal:

„Entscheider in der Wirtschaft müssen in Grundzügen verstanden haben, wie das Netz funktioniert“, erklärt der überzeugte Blogger, Facebook- und Wiki-Nutzer Manfred Leisenberg. Mangelnde Offenheit für Collaboration der neuen Generation entwickle sich immer stärker zu einem Ausschlusskriterium. Der Wirtschaftsinformatiker nennt diese „aussterbende Spezies“ scherzhaft „Mail-Ausdrucker.“
Lohnende Investitionen
Der Druck auf die Wirtschaft steige mit der Verbreitung des Web 2.0. Unternehmen müssten Enterprise 2.0-Tools zum Vorteil ihrer Kunden und zur Verbesserung ihrer internen Prozesse nutzen. So lasse sich mit Wikis und Weblogs Wissen in Projekten permanent austauschen. „Noch immer fragen mich Manager, ob sie sich in Enterprise 2.0 engagieren sollen, ob sich denn die Investitionen lohnen“, wundert sich Professor Leisenberg. „Das Web 2.0 ignoriert Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen und Personen nicht. Daher gilt es zu handeln.“
Wissen setzt sich durch
Neue Formen der Zusammenarbeit eröffnen Unternehmen laut Leisenberg enorme Potenziale. „Sie schaffen das bisherige Machtinstrument von Führungskräften ab, das Wissen über Unternehmensprozesse auf wenige Personen zu bündeln. Stattdessen verlagern sie die betriebliche Entscheidungshoheit ins Netzwerk“, weiß der Social-Media-Befürworter und spricht von Unternehmen, die von Leistungsträgern geführt werden und in denen sich nur noch die Mitarbeiter mit dem besten Fachwissen durchsetzen werden. Bedeutet dies das Ende klassischer Hierarchien oder gar das Chaos? „Nein“, beschwichtigt der Autor des Kursbuchs für Führungskräfte ‚Web 2.0 im Unternehmen’: „Es gibt einige Geschäftsprozesse, wo es ohne hierarchische Strukturen nicht geht. Aber gerade für die Kreativität und Innovation in den Unternehmen eröffnet Collaboration 2.0 ganz neue Möglichkeiten.“

Unter  diesem Titel geht Martin Beyer in der  aktuellen Computerwoche  dem gegenwärtigen Stand bei der Implementierung von Social Media aka Web 2.0 in einigen deutschen Unternehmen nach. Eine kritische Analyse – auf der Grundlage der Ergebnisse eines Social-CRM- Roundtable der Computerwoche.

“Social CRM ist für die meisten Unternehmen bis dato noch Neuland. Oft experimentieren einzelnen Abteilungen wie das Marketing oder der Service mit FacebookTwitter und Co. Auch ist den Verantwortlichen klar, dass sie sich mit dem Thema beschäftigen müssen. Doch von einer geplanten Strategie, wie sich das gesamte Unternehmen im Social Web positionieren soll, kann in den meisten Fällen keine Rede sein.” schreibt Beyer.

In diesem Zusammenhang  öffnet die CW einen “Wettbewerb um die 3 besten Social CRM Projekte, Einsendeschluss ist der 30.6.11. Die eingesandten Projekte werden von von einer dreiköpfigen wissenschaftlichen Jury  bewertet. Prof. Manfred Leisenberg ist Mitglied dieser Jury.  Die besten Lösungen werden mit wertvollen Preisen ausgezeichnet.

Hier können Sie Sich bewerben: http://www.computerwoche.de/software/crm/2368131/

 

 

 

 

 

 

Das soziale Netzwerk Facebook bietet Werbetreibenden verschiedene Optionen zur Aussteuerung von Kampagnen bzw. Targeting von Zielgruppen. Zu den Nutzermerkmalen die im Rahmen von Targeting verwendet werden können zählen klassische demographische Merkmale wie Alter, Geschlecht, Sprache und Wohnort, wobei diese Informationen teilweise aus Nutzerangaben und teilweise aus der IP-Adresse generiert werden. Hinzu kommen Nutzerangaben wie Ausbildung, Aktivitäten und Interessen. Insbesondere diese Merkmale ermöglichen es Werbetreibenden Anzeigen für Nutzer zu schalten, die eine Affinität zum Produkt oder der Dienstleistung haben. Ebenfalls basierend auf den Nutzerangaben kann eine Unterscheidung in Fans und nicht-Fans erfolgen. Die genannten Merkmale erlauben eine Segmentierung in verschiedene Gruppen und dadurch eine gezielte Kundenansprache. Grundlage dafür ist jedoch, dass Nutzer entsprechende Angaben in ihren Profilen vornehmen. Einige Werbeformate sind darüber hinaus zustimmungspflichtig. Insbesondere in Deutschland ist Datenschutz ein für Nutzer wichtiges Thema und der Nutzung von Daten kann teilweise widersprochen werden. Ob also für eine Kampagne eine ausreichend große Zielgruppe angesprochen werden kann muss für den Einzelfall geprüft werden. Der Facebook Werbeanzeigen-Manager gibt hierfür eine Schätzung bezüglich der Größe der Zielgruppe basierend auf den gewählten Merkmalen ab. Aktuell befindet sich das Echtzeit-Keyword-Targeting in der Testphase, bei dem Anzeigen basierend auf Nutzerkommunikation ausgesteuert werden. Die Entwicklung des Targeting bei Facebook ist also bei weitem noch nicht abgeschlossen, ob dies zu einer Diskussion bezüglich des Datenschutzes bei den Nutzern führt bleibt aktuell noch offen.

 

Kira Frenk & Benjamin Schäfer

Viele Unternehmen sind bereits auf Facebook, wenige realisieren aber, dass Facebook nicht Erweiterung der eigenen Firmenhompage bedeutet. Es geht um Interaktionen mit der Zielgruppe, und die will mit einem Blick Benefits sehen. Kein Besucher sieht den Benefit einer Fanpage in einer angezeigten Pinnwand mit Diskussionen und Kommentaren. Eine Landing Page muss den Großteil der Fans generieren. Facebook User klicken gerne “gefällt mir”, WENN eine Seite auch geällt. Mit einfachen Mitteln lassen sich ansprechende Landing Pages gestalten; um den Hauptzweck einer Landing Page zu erfüllen:”gefällt mir”-Klicks!

  1. Die Startseite einer Fanpage muss eine Landing Page sein, die den Besucher anspricht und zum Fan rekrutiert.
  2. Invisible Content privilegiert den Fan. Fans sehen weitere Inhalte/Benefits, die Nicht/Non-Fans verborgen bleiben. Hiermit sollen sie zum Fan-werden gelockt werden. Die Bewerbung des Benefits (Inhalte, Gewinnspielen,etc.) erhöht die Wahrscheinlichkeit, neue Fans zu gewinnen.
  3. Weniger ist mehr: Die Landingpage sollte sich auf das Nötigste beschränken. Sinnlose Aufzählungen vielfacher Benefits holen niemanden mehr hinter dem Schreibtisch hervor. Clevere, prägnante, kurze, humorvolle Aufforderungen Fan zu werden, bringen mehr, als typische Werbenachrichten. Eine simple browserkompatible Grafik reicht, um Akzente zu setzen. Nutzer wollen nicht scrollen und auch auf mobilen Geräten alles auf einen Blick erkennen. Eine dirkete Ansprache ist der Facebook User gewöhnt, daher sollte man förmlich formulierte Aufforderungen, die sich stark nach Marketingsprache anhören unbedingt vermeiden.

Bastian Pott & Christina Meyer, Studenten des Masterstudiengangs “New Media Management”, FHM Bielefeld.