Unter dem Titel „So findet man gute Mitarbeiter im Netz“ veröffentlichte Professor Leisenberg in der F.A.Z. vom 6.5.2015 einen Fachbeitrag, der sich auf die besonderen Anforderungen des Mittelstands bezieht. Er schreibt u.a. „Die nachhaltige Implementierung von Social-Media-Recruiting-Verfahren in Kom¬bination mit Employer Branding 2.0 kann nicht nur für KMU eine nachhaltige Ent¬wicklung fördern. Sie stellt gleichzeitig auch hohe Anforderungen an die Prozesse der strategischen betrieblichen Kommunikationsentwicklung. Die erforderlichen Qualifikationen zur Initiierung und Steuerung dieser Prozesse liegen in den Unter¬nehmen nicht immer vor; zunächst müssen die Potenziale im Unternehmen erkannt und anschließend durch Kompetenzentwicklungsmaßnahmen gefördert werden. Die Durchführung der notwendigen Organisationsentwicklung stellt für KMU häufig eine Hürde dar, die sie ohne Unterstützung durch Social-Media-Fachleute nur schwer überwinden können.

Erfolgreiche Unternehmen richten ihren Blick schon heute auf die Fachkräfte, die sie mittel- bis langfristig benötigen werden. In der Vergangenheit konnten viele Unternehmen auch ohne Social-Media-Personalentwicklungsinstrumente und -Marketing auf ei¬nen ausreichenden Pool von Bewerberinnen und Bewerbern zurückgreifen. Auf¬grund von demografischen und branchenspezifischen Entwicklungen stehen viele heute erstmalig vor der Herausforderung, keine geeigneten Fachkräfte für ihr Unterneh¬men gewinnen zu können. Sie benötigen daher spezifische Social-Media-Strategien, um im Wettbewerb nicht zu verlieren. Auch eine frühe Berufsorientierung, insbesondere über die Kanäle des sozialen Webs, ist ein wesentlicher individueller Erfolgsfaktor für eine spätere qualifizierte und erfolgreiche Berufstätigkeit. Daher gilt es, insbesondere die jungen Zielgrup¬pen, wie die „Generation Y“, möglichst früh über adäquate Kommunikationsmittel anzusprechen.“

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