Am 17. November 2011 fand an der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld die zweite Social Media Konferenz unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Leisenberg statt. Zu der Veranstaltung waren rund 150 Teilnehmer anwesend. Somit war das Forum der FHM bis auf den letzten Platz belegt. Aufgrund dieser zahlreichen Teilnahme mussten einige Teilnehmer auf einen Nebenraum mit Livestream-Übertragung ausweichen. Hierfür wurde das E-Learning System der FHM angewendet, bei dem man sowohl ein Livebild des Referenten sieht als auch seine Vortragsfolien. Außerdem konnten sich die Zuhörer untereinander per Chat verständigen und Meinungen austauschen. Leider war die Qualität des Livestreams teilweise in Bild und Ton nicht gut, sodass die Zuhörer Schwierigkeiten hatten die Vorträge im Einzelnen zu verfolgen. Wenn es schon um Social Media geht, sollte so etwas auch möglichst reibungslos ablaufen. Da der Fokus bei solch einer Konferenz in besonderem Maße auf die neuen Kommunikationsmöglichkeiten gerichtet ist.

Trotz der technischen Schwierigkeiten konnte man einige sehr interessante Ansätze der Vortragenden erkennen. So zum Beispiel im Vortrag „Social Media – notwendiges Übel oder neue Chance für Marke made in OWL“ von Frank Michna, Leitung Marketing und Kommunikation des Unternehmens digital/data/medien (d&d). Seine Präsentation begann mit der Aussage, dass die große Mehrheit der deutschen Top-Entscheider sich von den sozialen Netzwerken fernhält. 72% der Elite nutzen weder Xing, LinkedIn noch Facebook. Jedoch vermuten wir, dass sich diese Prozentzahl verringern wird, da Social Media auch für „Top-Entscheider“ ein immer wichtigeres Medium werden wird. Schließlich hat sich Facebook in unserer Gesellschaft etabliert. Um mit dem Geist der Zeit zu gehen, werden auch namhafte Unternehmen in Zukunft nicht an Facebook & Co vorbeikommen. Unserer Meinung nach wird ein PR-Konzept einer Firma in Facebook & Co immer wichtiger und erreicht eine größere Masse (vor allem die Jugend), als Pressemitteilungen in überregionalen Zeitungen.

Frank Michna geht auch in seinem Vortrag auf diese Bedeutung von Facebook ein. Statistiken zufolge nutzen 83% aller Unternehmen weltweit Facebook. Wiederum 63% der deutschen Unternehmen im Mittelstand planen Aktivitäten auf Facebook. Michna warnt jedoch auch vor den Risiken des Social Media und betont, dass die Marke des Unternehmens immer das Wichtigste bleiben muss („Die Marke bleibt der Leuchtturm“). Laut Michna hat die Seite eines Unternehmens in Social Media erst dann ihr Ziel erreicht, wenn User eine Minute im Leben jeden Tag ihr Profil besuchen. Diese Aussage ist ein ziemlich hohes Ziel, aber mit dem richtigen Konzept durchaus erreichbar. Um interessante und aktuelle Seiten zu gestalten, die die Unternehmen angemessen darstellen, braucht man unserer Meinung nach Berufsfelder, die sich auf  Nutzung und Wirkung von Social Media spezialisiert haben. So zum Beispiel Master-Studiengänge wie Social Media Management.

Zum Vortragsstil lässt sich folgendes sagen: Es gab an manchen Stellen gewisse Schwierigkeiten mit dem Weiterschalten der Folien, was zum Teil störend war, weil der Vortragsfluss dadurch unterbrochen wurde. Auch die Schrift auf den Folien war an manchen Stellen zu klein, sodass man vor allem als Livestream-Zuschauer diese schlecht lesen konnte. Insgesamt fanden wir die Präsentation von Frank Michna anschaulich und nachvollziehbar.

Lucivina Mennewisch, Ann-Christin Rehbock

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