Die Einführung von Web 2.0 Anwendungen, wie zum Beispiel Wikis, hat sich bereits seit Jahren bewährt, um das Wissen innerhalb eines Unternehmens zu erhalten und frei zugänglich zu machen. Die Herausforderung besteht darin, die Menge der verschiedenen Informationen zu strukturieren, zu filtern und miteinander in Beziehung zu bringen.
Die Informationen und Daten die bereits von verschiedenen Mitarbeitern zu einem Thema, zum Beispiel in einem unternehmensinternen Wiki, für andere Mitarbeiter zur Verfügung gestellt wurden, sollen sinnvoll mit anderen bereits veröffentlichten Beiträgen verknüpft und thematisch in eine Beziehung gesetzt werden. Bezeichnungen und Begriffe sollen nicht mehr nur Wortketten sein, sondern eine Bedeutung bekommen. Dadurch können zusätzlich Informationen unabhängig vom explizit gesuchten Wort gefunden werden.
Forschung und Entwicklung beschäftigen sich mit unterschiedlichen Ideen für die technologische Umsetzung und den möglichen Einsatzbereichen der semantischen Erweiterung von Web 2.0 Anwendungen. Diese Erweiterung wird im allgemeinen Social Semantic Web oder auch Web 3.0 genannt. Das Ziel der verschiedenen Forschungsprojekte und der Entwickler hingegen ist bei den meisten ähnlich. Die Nutzer sollen schneller und gezielter passende Ergebnisse und Informationen bekommen und sich nicht durch eine Vielzahl von möglichen Ergebnissen klicken, die für die Beantwortung einer Frage oder Information notwendig ist.
Idealerweise bietet das Web 3.0 für Unternehmen die Möglichkeit, die verschiedenen Beiträge der Mitarbeiter und die unternehmensinternen Begrifflichkeiten semantisch miteinander zu verknüpfen. Diese Informationen können dann entsprechenden für die Mitarbeiter zur Verfügung gestellt werden und das komplexe Wissen innerhalb eines Unternehmens kann strukturiert und vernetzt werden.
Facebook ist mit mehreren hundert Millionen Mitgliedern das größte und bekannteste soziale Netzwerk. Die Konkurrenten wie studiVZ haben es dementsprechend schwer. Google hat letzten Monat den Schritt gewagt und weitet sein Tätigkeitsfeld auf soziale Netzwerke aus: Google Plus (Google+) versucht mit innovativen Features die Nummer 1 der sozialen Netzwerke zu werden.
Auf den ersten Blick gibt es keine großen Unterschiede zwischen Facebook und Google+. Klick man auf ein Profil ist die Oberfläche nahezu identisch. Es werden Profilbild, Fotoleiste und allgemeine Informationen über den Nutzer angezeigt. Bei beiden Tools landet man zuerst auf der Pinnwand und kann sich die aktuellen Beiträge anschauen. Auch der Like-Button, die Kommentar-Funktion und der Video-Chat sind bei Facebook und bei Google+ vorhanden.
Ein Unterschied zu Facebook ist die Anordnung von Kontakten. Google+ hat eine sogenannte „Circle Function“ eingeführt, um Freunde und Bekannte in verschiedene Gruppen hinzuzufügen. So erstellt man beispielsweise Circles für Arbeitskollegen, Bekannte und gute Freunde. Die Mitglieder der jeweiligen Kreise sehen nicht, welchem Circle sie angehören. Unternehmen haben nicht wie bei Facebook die Möglichkeit „Fan-Pages“ zu erstellen. Zur Zeit ermöglicht Google+ außerdem keine Spiele und keine Umfragen.
Größter Unterschied zu Facebook ist allerdings die Integration aller anderer Google Anwendungen z.B. Google Docs, Google Maps oder Google Mail. Es gibt außerdem eine Verbindung zu den organischen Suchergebnissen bei Google.
Facebook ist ein reines soziales Netzwerk, wo hingegen Google + den Anspruch zum allgemeinen Datenaustausch hat. Auch wenn man den Erfolg von Google Plus noch abwarten muss, zeigt das Netzwerk jetzt schon interessante Ansätze.
Autor: Larissa Velte (Studentin Master New Media Management)
Die Vorteile einer verbesserten Transparenz werden mit der Sorge um eine missbräuchliche Weiterverwendung veröffentlichter Daten verbunden. Die Angst vor der Transparenz der sozialen Medien erhöht das Verlangen nach Sicherheit im Umgang mit veröffentlichten Informationen
Die sozialen Medien erzeugen durch ihre Beschaffenheit eine starke Transparenz. Veröffentlichte Beiträge gelangen in ein umfangreiches Netzwerk aus Usern, die Inhalte beliebig kommentieren, weiterempfehlen oder verlinken können. Social Media Plattformen basieren wesentlich auf der Einbindung der Nutzer. Infolgedessen ist es jedem Nutzer gewährt ist, Inhalte zu veröffentlichen – ohne Einschränkungen bezüglich Inhalt, Adressat oder Form des Beitrags.
Dieser Aspekt der vollständigen Öffentlichkeit stellt für viele Unternehmen einen Grund zur Besorgnis dar. Darin begründet etablieren viele Unternehmen Social Media zunächst nicht.
Experteninterviews , die im Zuge einer wissenschaftlichen Untersuchung durchgeführt wurden, unterstreichen diese Unsicherheit. Der Großteil der befragten Experten äußert sich kritisch gegenüber der Transparenz der sozialen Medien.
Besonders hervorgehoben wurde vermehrt die erhöhte Angriffsfläche der Social Media Plattformen. Die publizierten Informationen gelangen in eine breite Öffentlichkeit, die nach Bekanntmachung der Daten beliebig über diese verfügen kann. Die Mehrheit ist sich unsicher darüber, was nach der Veröffentlichung mit den eigens publizierten Informationen und den Informationen über das eigene Unternehmen, die andere verfassen passiert. Die Möglichkeit, dass die preisgegebenen Daten von anderen Usern kommentiert und weiterempfohlen werden könnten ist einerseits ein sehr positiver Effekt. Denn besonders interessante und von den Nutzern geschätzte Informationen können beträchtlich verbreitet werden. Andererseits kann in gleicherweise ein negativ kommentierter Beitrag an ein besonders breites Publikum weitergeleitet werden, sodass ein negativer Kommentar in gleicher Weise eine sehr große Öffentlichkeit erreichen kann.
Social Media Präsenzen erkennen Unternehmen die Möglichkeit ab, auf negative Beiträge unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu reagieren. Die sozialen Medien leben davon, dass publizierte Inhalte unter Einbeziehung der gesamten Öffentlichkeit wahrgenommen und behandelt werden. Jeder User hat die Möglichkeit an der Reaktion und Vorgehensweise mit den Beiträgen beteiligt zu sein. Dies kann sowohl als Zuschauer, als auch, wenn gewollt als involvierter Schreiber oder Kommentator der Fall sein. Betont wird hierbei immer wieder, dass das Internet keinerlei Informationen vergisst oder unveröffentlicht macht. Was einmal publiziert wurde, bleibt für immer im Netz.
Die Eigenschaft der sozialen Medien eine transparente Öffentlichkeit zu schaffen erfordert einen sehr gewissenhaften Umgang mit Unternehmensinformationen.
Im Vorfeld der Planung der Social Media Präsenzen sollte im Rahmen der Strategieentwicklung festgelegt werden, wie die Inhalte der Social Media Aktivitäten ausgerichtet sein sollen. Inhalt, Form und Umfang der Beiträge sollten strukturiert geplant werden. Ausschließlich durchdachte Inhalte sollten publiziert werden, um das Risiko der Äußerung von Kritik durch User, oder gleichermaßen auch das Übersehen und Desinteresse an Beiträgen einzuschränken.
Unternehmen sollten demzufolge ausnahmslos Unternehmensdaten preisgeben, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind und deren Inhalt sie als Unternehmen vertreten können. Die publizierten Informationen müssen durch einen hohen Wahrheitsgehalt gekennzeichnet sein und die Kommunikationsstrategie des Unternehmens in der Öffentlichkeit unterstützen. Inhalte, die in sozialen Medien veröffentlicht werden sollten die Glaubwürdigkeit des Unternehmens hervorheben und durch persönliche Kommunikation die Distanz zwischen Unternehmen und Kunden verringern.
Aus diesem Grund sollten die Unternehmensbeiträge durch klare und persönliche Formulierungen gekennzeichnet sein und dem Nutzer interessante Inhalte vermitteln. Social Media Präsenzen offerieren durch ihre bedeutende Transparenz die Möglichkeit, Glaubwürdigkeit und Kundennähe auszudrücken. Die Option gleichwohl Kritik zu äußern, die eine öffentliche Aufmerksamkeit findet, unterstreicht die Offenheit des Unternehmens und zeigt, dass das Unternehmen ehrlich und offen mit den Kunden kommunizieren will.
Für Unternehmen ist es erforderlich durch diese Faktoren die Transparenz der sozialen Medien für sich einzusetzen und als Chance zur erfolgreichen Umsetzung von Social Media im Unternehmen zu nutzen. Durch sorgfältige Planungen der Kommunikation sollte das Risiko des Scheiterns minimiert und die Vorteile des offenen Kommunikationskanals entdeckt werden.
Manfred Leisenberg und Frank Roebers haben in dem gerade im ZAP Verlag erschienenen Jahrbuch Franchising 2011 einen ausführlichen Beitrag unter dem Titel “Erfolgreicher Einsatz von Social Software für Franchisesysteme” veröffentlicht.
Mit dem Beitrag demonstrieren die Autoren zunächst den beispielhaften Einsatz von Social Software in einem Unternehmen der Franchise-Branche. Unterschiedliche Web 2.0- Werkzeuge wurden bei der SYNAXON AG mit großem Erfolg, sowohl intern als auch extern, eingesetzt. Es wurde gezeigt, dass der Prozess der Implementierung und des Betriebs von Social Media Applikationen einerseits nicht widerspruchsfrei und ohne tiefgreifende Veränderung der Unternehmenskultur abläuft. Andererseits kann resümiert werden, dass sich mittelfristig die erhofften positiven Effekte, wie Erhöhung von Effizienz und Effektivität, Verbesserung der Qualität der Kundenkommunikation, größere Motivation der Mitarbeiter und eine Steigerung der Transparenz aller Kommunikationsprozesse einstellten. Eine Einordnung der genutzten Werkzeuge in den Social Software- Kontext, die Erläuterung der Möglichkeiten der betrieblichen Analyse der anfallenden Daten sowie eine Betrachtung zum Social Media Monitoring runden den Beitrag ab.

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