Die „Operation Payback“ ist Teil der „Operation Avange Assange“. Letztere ruft zum digitalen Widerstand gegen das Vorgehen gegen WikiLeaks auf. Unterzeichner des Aufrufs ist die Gruppe „Anonymous“. WikiLeaks bestreitet allerdings jegliche Verbindung zu dieser Gruppe. Mit der Operation Payback will man sich an Konzernen rächen, die WikiLeaks im Handeln behindern bzw.
Unterstützung versagen, z.B. Amazon, Every DNS, Visa und
Mastercard. Ziel ist es, die Websiten der betreffenden
Firmen durch sogenannte DoS-Attacken lahmzulegen.
Das funktionert folgendermaßen: Anonymous stellt die
Software Low Orbit Ion Cannon (LOIC) zum Download für
WikiLeaks-Sympathisanten bereit. Ist das Schadprogramm erst
einmal auf dem Rechner installiert, kann es von Anonymous
von wechselnden Accounts aus ferngesteuert werden. Dadurch
entsteht ein riesiges Computernetz. Von den
zusammengeschlossenen Computern können nun simultan Anfragen
an eine Website der WikiLeaks-Gegner gestellt werden. Die
Firewall-Rechner der angegriffenen Seite kann nicht
unterscheiden, welches Datenpaket von einem Kunden kommt und
welche von einem Demonstrant. Die Folge: Irgendwann ist der
Server überlastet und verweigert den Dienst DoS, Denial of
Service. Die angegriffene Website kann nicht mehr aufgerufen
werden.

Autor: Jens Schüler, Peter Breit, Maximilian Nölle (Masterstudenten New Media Management, FHM)

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