Screenshot von socialtext.net

Screenshot von socialtext.net

Bücher schreibt man nicht mehr im stillen Kämmerlein! Schon gar nicht, wenn zwei Autoren den Text gemeinsam verfassen und zusätzlich mehrere Studenten zuarbeiten. Neben Face-to-Face-Meetings, die natürlich immer viel Spaß gebracht haben, benötigten wir ein Web-basiertes Groupware- Tool, also eine geeignete Anwendung der rechnerbasierten Gruppenarbeit, um die Inhalte des Buches zusammenzubringen, zu überarbeiten und miteinander in Verbindung zu bleiben. Denn, zwar arbeiten wir beide in Bielefeld und das gar nicht so weit voneinander entfernt. Doch war die Zeit  für Meetings immer knapp. Daher brauchten wir technische Unterstützung.

Wir versuchten es zunächst mit Google Docs. Die Anwendung unterstützt Zusammenarbeit recht gut. Doch als die Dokumente größer wurden, schien das System nicht mehr zuverlässig zu arbeiten. Unnötig zu sagen, dass die Formatierungsmöglichkeiten nicht ausreichten.

Über fast die ganze Dauer des Schreibens hinweg setzten wir schließlich ein Wiki- System ein: Socialtext. Socialtext unterstützte die Gruppenarbeit, auch für ein Team mit mehr als zwei Personen hervorragend.  Allerdings war auch hier die Grösse der Texte ein Problem. Daher entschieden wir, für jedes einzelne Kapitel einen Wiki- Eintrag anzulegen.  Socialtext hat einen rudimentären Editor und unterstützt die Nachverfolgung von Änderungen sehr effizient.  Allerdings war das Zusammenfügen von Dokumenten und auch das druckreife Formatieren nicht einfach.

Daher gingen wir kurz vor der Fertigstellung des Buches wieder zu WORD in der aktuellen Variante zurück um das finale Dokument zu erstellen. Sehr gut hat uns an der aktuellen WORD- Version die automatische Erstellung des Inhalts- und des Quellenverzeichnisses gefallen. Allerdings: Versionskontrolle bei Zusammenarbeit bleibt schwierig. Zudem müssen die Dokumente per Email ausgetauscht werden.

An Ende ist ein 300- seitiges Werk herausgekommen, von dem wir hoffen, dass es den Lesern auch bezüglich der typografischen Gestaltung gefällt.

… das Buch ist gedruckt und ab sofort im Handel (online z. B. bei Amazon) erhältlich!

Gestern konnten wir die ersten Exemplare in den Händen halten – wir freuen uns, nun unser Theorie- und Praxiswissen an Sie weitergeben und Erfahrungen mit Ihnen teilen zu können. Ein Feedback – z. B. in Form von Kommentaren und Rezensionen bei Amazon oder Facebook – ist ausdrücklich erwünscht!

An dieser Stelle ein paar persönliche Eindrücke vom Empfang der ersten Buchlieferung bei Manfred Leisenberg:

Chefs mit langem Atem, die bereit sind, Zeit und Geld zu investieren, um Neues auszuprobieren. Mitarbeiter, die sich trauen und die sich engagieren und die sich auf etwas einlassen. Und nicht zu vergessen: Kunden, die am Ende des Tages von dem Ganzen sogar noch profitieren. Das braucht ein Unternehmen, um sich an die „Große Unbekannte“ zu wagen: Enterprise 2.0.

Was hinter diesem Begriff steckt, lässt sich in einem Satz erläutern: Interaktive Social Software aus dem Web 2.0, angepasst auf ein Unternehmen. Ein Bereich der Internet- und Softwarebranche, der viel versprechend ist und bislang kaum ausgereizt zu sein scheint. Eine der ersten Firmen, die sich getraut haben, ist Westaflex. Das Familienunternehmen zählt zu den Marktführern auf dem Gebiet von Produkten der Luft-, Klima- und Abgastechnik – und es ist klar im Vorteil: Jan Westerbarkey, Westaflex-CEO,  ist mit dem Web 2.0 und seinen typischen Anwendungen wohl vertraut – da war der Gedankensprung „was privat Spass macht und klappt, kann auch für das Unternehmen funktionieren“ nicht allzu fern. Mit viel persönlichen Engagement, Ausdauer und Verständnis entwickelte Westerbarkey in Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeitern Web 2.0-Werkzeuge, die genau auf die Bedürfnisse des Personals und auf die dem Betrieb eigene Struktur zu geschnitten sind. Ein Höchstmaß an Offenheit und Transparenz bieten den optimalen Nährboden für ein funktionierendes soziales Netzwerk innerhalb des Unternehmens. Ein Firmen-Wiki (WestaPedia) sichert das Teamwissen auch über die Zeit der Firmenzugehörigkeit hinaus, das hauseigene Twitter (WestaTwit) löst den E-Mail-Verkehr ab und der offen zugängliche Newsroom bietet Raum für Fotos, Videos und Blogbeiträge.

Westaflex hat durch die E 2.0-Lösungen eine neue Unternehmenskultur geschaffen – die entwickelten und angewandten Tools sind kein verzweifelter Versuch auf der Web 2.0-Welle mitzuschwimmen, sondern ein gelungenes Projekt aller Mitarbeiter, das die Eigeninitiative und die Identifikation mit dem Unternehmen fördert.

Im Buch wird der Praxis-Case Westaflex sehr  ausführlich dargestellt.

Der Jahreskongress des Club 55 fand in diesem Jahr vom 14. bis 18. Juni in Südportugal unter dem Motto “Discover – Aufbruch zu neuen Ufern” statt. Der Club 55 ist ein internationales Netzwerk und eine internationale Fachvereinigung, zu deren Mitgliedern Unternehmensberater und Trainer – vielfach auch Fachautoren – aus den Fachgebieten Marketing und Verkauf zählen. In diesem Jahr erhielt Frank Roebers, CEO der SYNAXON AG, den SPECIAL AWARD. Dieser wurde einerseits aufgrund der vorbildlichen Führung und Entwicklung seines Unternehmens hin zum “Enterprise 2.0″ übergeben, andererseits konnte Frank Roebers die Mitglieder des Club 55 von den Inhalten des in Kürze erscheinenden Fachbuches “WEB 2.0 im Unternehmen” überzeugen.

In einer Pressemeldung auf prcenter.de heißt es:

Roebers Buch “Web 2.0 im Unternehmen”, das im Juli auf den Markt kommt, besticht durch unwiderlegbare Beweise, überzeugende Zukunftsvisionen sowie Argumente und Fakten, die den Leser verblüffen und zugleich an der eigenen Unternehmensphilosophie zweifeln lassen. Auch im persönlichen Talk mit Club 55-Vorstandsmitglied Jürgen Hollstein zeigt sich Roebers bestimmt, aber sympathisch. “Ich selbst habe es über Jahre bewiesen: Mitarbeiter, die volle Verantwortung tragen und jede Regel im Unternehmen ohne Rücksprache ändern können, tragen zwangsläufig zum Erfolg des Unternehmens bei.”
Quelle: prcenter.de

Es zeigt sich ein weiteres Mal, dass die Vision vom “Unternehmen der Zukunft” wahrlich keine Zukunftsvision sein muss. So blicken wir mit Vorfreude der Veröffentlichung des Buches in wenigen Tagen entgegen.