Selbst wenn es noch nicht viele sind, so gibt es auch in der „Medienstadt“ Gütersloh Unternehmen, die Twitter erfolgreich einsetzen. Ein gutes Beispiel ist das Holiday Inn Express Hotel, das bereits in der Bauphase mit Twitter begonnen hat. So gab es schon Zimmerreservierungen bevor das Hotel fertig gebaut war. Gleichzeitig bewarben sich Lieferanten und Mitarbeiter über Twitter, sodass Hoteldirektor Gerd Ambrust keine einzige Zeitungsanzeige schalten musste. Inzwischen nutzt das Hotel Twitter, um Nischen ausfindig zu machen und zu besetzen, um mehr Hotelgäste ins Haus zu lotsen.

Auch die Medienfabrik twittert. Der Corporate Publisher will damit einerseits selbst Erfahrungen sammeln, andererseits diese auch an potentielle Kunden weitergeben, die Web 2.0 Anwendungen wie Twitter als immer wichtiger erachten. Neu ist ein Social Media Manager, der wie eine Art Redaktionssystem funktioniert und gegen eine Lizenzgebühr nutzbar ist. So können Unternehmen alle Mitarbeiter twittern lassen und behalten gleichzeitig die Kontrolle darüber, welche Kurznachrichten das Haus über den offiziellen Kanal verlassen.

Twitter hat sich vor allem bei Journalisten einen Namen gemacht. Freischaffende Kollegen, wie Alexander Franz Köllner aus Gütersloh können hier sich und ihre Arbeit präsentieren und sich so wirkungsvoll ins Gedächtnis rufen. So entstehen neue Aufträge. Aber auch fest angestellte Redakteure, wie beispielsweise die von Radio Gütersloh nutzen Twitter wegen der neuen Recherchemöglichkeiten immer intensiver. So plaudern Politiker schon mal Details aus Fraktionssitzungen aus oder Augenzeugen stellen ihre Erlebnisse vor. All das verschafft Journalisten einen kostenlosen und doch unbezahlbaren Informationsvorsprung.

Eine Antwort schreiben

*